Fragen zu Zahnspangen und Apparaturen

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Ihre eigene Frage an Dr. Joachim Weber


Wann geht es mit der Kieferorthopädie los?
Die ganze Untersuchung macht doch eigentlich nur Sinn, wenn schon relativ klar ist, dass eine Spange benötigt wird. Dann hängt der Termin von der Genehmigung des Versicherungszuschusses und der Praxisorganisation des Kieferorthopäden ab. Bei uns in der Praxis haben wir extra Termine im Vorrat für Patienten die durch die Anfangsuntersuchung gehen. Die Genehmigungszeit bei der Versicherung nutzen wir schon mal für eine Untersuchung der Kopfstatik und der Kiefergelenke (sogenannte "erweiterte MSA").

Diese ist meist keine Versicherungsleistung, dauert aber circa eine Stunde. Zudem machen wir für unsere Patienten einen Routinecheck, ob Atemstörungen im Schlaf durch die Fehlbisse vorliegen könnten. Manchmal ergibt sich als Vortermin dann auch noch die Notwendigkeit zu einer Kernspinaufnahme (auch Magnetresonanztomographie oder MRT genannt). Sind dann alle Unterlagen zusammen muß nicht noch länger gewartet werden und es kann endlich los gehen.

Ich möchte mich gerne bei ihnen beraten lassen bezüglich einer festen, vielleicht unsichtbaren Spange, Speed-Brackets und Alternativen dazu.
Von festen Zahnspangensystemen gibt es sicher mehr als verschiedene Automarken. Sie unterscheiden sich enorm in Qualität und Aussehen, aber auch in den Möglichkeiten der Zahnbewegungen. Moderne Systeme unterschiedlicher Hersteller haben jeweils kleinere Unterschiede untereinander. Gemein ist ihnen jedoch, dass sie weitgehend nur noch mit sehr geringen Kräften arbeiten. Das erleichtert durch verringerte Reibung die Zahnbewegung. Zudem sind Schmerzen häufig nur noch sehr gering oder gar nicht mehr vorhanden.

Die meisten Patienten berichten eher von 1-2 Tagen Eingewöhnungszeit an das neue Gefühl im Mund. Daneben existieren viele Billigsysteme oder ältere Systeme, die deutliche Nachteile aufweisen. Manchmal werden auch Brackets recycelt. Diese Wege sind nicht empfehlenswert. Zwar werden die Kosten gedrückt, die Kontrolle über die Zahnbewegung leidet jedoch deutlich. Wir beraten Sie gerne, welches System für Sie als ideal anzusehen ist.

Stört die lose Zahnklammer beim Küssen?
Ausprobieren! Bei “Ja” einfach für die Dauer des Kusses herausnehmen und sicher verwahren!
Kann man statt einer Inkognito 3-3 Bracketsystem / Zahnspange auch eine Clear-Aligner Schiene benutzen?
Aufgrund der Tatsache, dass nur von 3 nach 3, also nur in der Front von Eckzahn zu Eckzahn, geklebt werden soll, gehe ich von einem nur geringen Fehlstand aus. Dann wären Clear Aligner wahrscheinlich nicht nur deutlich kostengünstiger, sondern im Idealfall sogar auch schneller. Beide Systeme haben ihre Berechtigung, wir wägen nach der Fallsituation und den individuellen Wünschen ab.
Hey, bin 13 und mir is im April noch ein Zahn ausgefallen.Ich war dann beim Zahnarzt ende Mai und der sagte das alles in Ordnung sei. Aber der Zahn ist kaum gewachsen ich seh due Spitze vom Zahn aber mehr ist da nicht!? Nach so einer langen Zeit -.-* Wie lange dauert es bis ein Zahn komplett da ist?
Der Platz muß vorhanden sein, sonst kann der Zahn stecken bleiben. Hatte mal eine Patientin mit 52 die dachte sie hätte einen Tumor am Gaumen, war aber nur ein verlagerter Eckzahn, der dann doch noch durchkam.
Hallo, ich bin jetzt 20 Jahre alt und habe eine leichte Progenie (ca. 7mm). Kann man das nur noch operativ lösen oder gibt es auch noch andere Möglichkeiten?
7mm ist im Mund eine halbe Weltreise. Ein kleiner Backenzahn hat die Breite von ca 7 mm. Das heißt der Kiefer wäre dann um eine ganze Zahnbreite zu weit nach vorne versetzt. Wenn dieses Ausmass also tatsächlich vorliegt erscheinen zwei Wege denkbar: tatsächlich den Unterkiefer operativ einstellen. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass nach der Operation die Gelenkköpfe korrekt in der Gelenkpfanne stehen. Alternativ kann vielleicht bei der Zahnstellung geschummelt werden: die Progenie ist eigentlich eine Kieferfehlstellung ( der Unterkiefer steht vor dem Oberkiefer). Machmal ist es möglich über eine Neigungsänderung der Zähne den “Fehler” im Knochen zu verstecken. Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten ist das nachherige Aussehen. Bitte beachten Sie die Veränderung des Profils im Video! Also: ohne persönliche Beratung schwer zu sagen…
Ist es normal das man ein Herbstschanier komplett an einem Tag einsetzt? Und was hat es zu bedeuten oder was kann man machen wenn die Kieferbänder überdehnt sind? Hilft so ein Schanier noch wenn die Bänder überdehnt sind?
Je nach Belastbarkeit des Patienten setzen wir die Bauteile in einem oder zwei Terminen ein..

Der Struktur der Bänder können wir uns meist nur indirekt nähern, z.B. über eine manuelle Strukturanalyse oder eine Magnetresonanzaufnahme. Direkten Einblick haben wir selten, da offene Gelenkeingriffe sehr problematisch sind und oft wenig nutzen bringen. Eine gesicherte Studie über die Reparaturfähigkeit der Bänder existiert somit nach meinem Kenntnisstand nicht. Eine Verbesserung des Bandapparates ist in der Regel auch nicht Ziel einer Herbstapparatur. Gelegentlich wird die gelenkspalterweiternde Wirkung der Herbstapparatur eingestzt, um das Gelenk zu entlasten und die Bildung von narbiger Bandverdickung zu erreichen (als Ersatz bei Verlust der Knorpelscheibe).

Müssen wegen eines Gutachten Zähne gezogen werden?
Zwei grundlegende Ratschläge würde ich Ihnen gerne geben:

1. Stimmen Sie nur einer Behandlung zu, die Sie komplett verstanden haben und nachvollziehen können. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Es gehört in die Verantwortung Ihrer Krankenkasse und Ihres Arztes Sie aufzuklären. Und zwar so lange bis Ihnen alle Alternativen (behandlungsvarianten und Kosten) klar sind.

2. In vielen Fällen ist es heute möglich Zähne zu korrigieren und zwar ohne dass Zähne gezogen werden müssen. Dies gilt oft auch bei extremen Engständen, zum Beispiel unter zu Hilfenahme eines Straumannimplantates. Allerdings werden nicht alle notwendige Apparaturen von der Krankenkasse übernommen. Hier gilt es Ihnen mögliche Alternativen zu zeigen. Es mag sein, dass Ihnen deswegen das Ziehen der Zähne als “billigste” Variante ohne Zuzahlungen angeboten wurde. In vielen Ländern mit staatlichen Gesundheitssystemen ist das oft üblich (z.B. NHS / Grossbritannien ). Bedenken Sie jedoch, dass das Ziehen nicht rückgängig zu machen ist. Es kann durch die damit verbundene Verkleinerung des Oberkiefers zudem zu nachteiligen Nebeneffekten, wie Einfallen des Gesichtsprofils oder Einschränkung der Nasenatmung, kommen.

Hallo, ich habe diese Woche Brackets auf die Schneidezähne bekommen und Metallringe auf die Backenzähne. Was mich wundert: der Draht durch die Brackets ist gar nicht mit den Metallringen verbunden. Wozu sind die dann da? Kommt das noch?
Normalerweise geht der Bogen schon durch alle Brackets durch, aber von jeder Regel gibt es natürlich auch Ausnahmen. Einfach den Kieferorthopäden fragen oder Photos der Zähne schicken, dann könnte ich vielleicht auch etwas dazu schreiben…

Frage von M. M.: Hallo! Ich bin 16 Jahre alt und habe schiefe Zähne. Meine beiden Eckzähne stehen nach Außen und etwas nach oben hin weg. Zudem steht mein rechter Vorderzahn etwas über den linken. Meine Frage wäre jetzt, mit was man meine Zahnfehlstellung behandeln kann, außer mit einer festen Zahnspange von außen.

Ich hab schon von der Lingualtechnik gehört oder von einer unsichtbaren Zahnschiene. Eine feste Zahnspange von außen würde für mich nicht in Fragen kommen, was sich jetzt vielleicht etwas seltsam anhört. Da die Krankenkasse nur bis zu dem 18. Lebensjahr einen Teil der Kosten übernimmt, würde ich es gerne so schnell wie möglich machen lassen. Deswegen würde ich mich über ein paar Informationen von Ihnen freuen. Natürlich auch über weitere Vorschläge zur Zahnbehandlung! Lg M.

Antwort von Dr. Weber: Klare Vorstellungen über die Problemstellung und die eigenen Wünsche helfen am besten, die geeignete Therapie auszuwählen. Viele Patienten wünschen heute „unsichtbare“ Zahnspangen. Die kostengünstigste Variante sind dabei meist die auf die Außenfläche geklebten, zahnfarbenen Brackets. Diese sind natürlich dennoch zu sehen, aber eben wesentlich weniger als Metallbrackets. Die Varianten Schienen, wie Clear Aligner oder GnathoAligner™, und eine innen geklebte, feste Zahnspange unterscheiden sich in ihren Anwendungsmöglichkeiten.

Bei reinen Zahndrehungen und Fehlstellungen könnten beide Systeme geeignet sein. Bei manchen Kiefergelenkproblemen sind Schienen besser geeignet, bei anderen wiederum die Innenbrackets. Auch variieren die Kosten: liegen kleine Wegstrecken vor, sind meist Aligner schneller und günstiger. Müssen weitere Distanzen mit einzelnen Zähnen überwunden werden, ist es manchmal sinnvoller, Innenbrackets zu verwenden. Sprechen kann man übrigens mit beiden gut, aber auch hier gibt es Unterschiede von Mensch zu Mensch.

Frage von S. F.: ich möchte mich gerne bei ihnen beraten lassen bezüglich einer festen, vielleicht unsichtbaren Spange, Speed-Brackets und Alternativen dazu. Natürlich auch eine grobe Kosteneinschätzung, da das individuell variiert, ganz klar. Ich kann eigentlich nur donnerstags vormittags, außer bei sehr langer Wartezeit, da kann ich mir evtl. auch frei nehmen. Danke im voraus für ihre Bemühungen. mfg

Antwort von Dr. Weber: Von festen Zahnspangensystemen gibt es sicher mehr als verschiedene Automarken. Sie unterscheiden sich enorm in Qualität und Aussehen, aber auch in den Möglichkeiten der Zahnbewegungen. Moderne Systeme unterschiedlicher Hersteller haben jeweils kleinere Unterschiede untereinander. Gemein ist ihnen jedoch, dass sie weitgehend nur noch mit sehr geringen Kräften arbeiten. Das erleichtert durch verringerte Reibung die Zahnbewegung. Zudem sind Schmerzen häufig nur noch sehr gering oder gar nicht mehr vorhanden.

Die meisten Patienten berichten eher von 1-2 Tagen Eingewöhnungszeit an das neue Gefühl im Mund. Daneben existieren viele Billigsysteme oder ältere Systeme, die deutliche Nachteile aufweisen. Manchmal werden auch Brackets recycelt. Diese Wege sind nicht empfehlenswert. Zwar werden die Kosten gedrückt, die Kontrolle über die Zahnbewegung leidet jedoch deutlich. Wir beraten Sie gerne, welches System für Sie als ideal anzusehen ist.

Frage von A. B.: Habe eine Frage, obwohl ich leider nicht zu ihrem Patientenbereich gehöre (wohne in Niedersachsen)! Finde ihre Website allerdings äußerst informativ und gut aufgestellt! Meine Frage bezieht sich auf das Herbst-Scharnier und die auf der Website erwähnte Kombination mit der Lingualzahnspange von incognito.

Ist dies direkt als gleichzeitige Kombination anzusehen, oder als darauffolgende Behandlung? Denn mir wird in 2 Wochen ein solches Herbst-Scharnier eingesetzt und ich erhalte anschließend eine Lingualzahnspange, quasi ein leicht anderes Lingualzahnspangensystem. Ist dies grundsätzlich auch kombinierbar ? Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Antwort von Dr. Weber: In der Zahntechnik gilt fast: „geht nicht, gibt es nicht“. Aber ob Apparaturen nacheinander folgen oder gleichzeitig eingesetzt werden können, liegt nicht nur am Hersteller, sondern auch an den in der Behandlung erforderlichen Aufgaben. Im Rahmen einer kombinierten Kiefergelenktherapie kann das Voranstellen der Herbstapparatur sinnvoll sein. Sind die Gelenke beschwerdefrei, ist die gleichzeitige Behandlung jedoch meist für den Patienten sinnvoller, da man schneller am Ziel ist.

Frage von C. E.: Ich habe eigentlich nur eine Frage. Mein Enkelkind bekam im Kindergarten einen Schein mit, dass sie einem Kieferorthopäden vorgestellt werden soll. Sie soll nun mit vier Jahren eine Zahnspange bekommen. Ist das überhaupt schon sinnvoll jetzt mit einer Spange anzufangen. In dem Alter lassen sie die Spange noch gar nicht im Mund. Da sie auch noch schlecht spricht und zum Logopäden geht, versteht man sie dann noch schlechter. Ich würde mich freuen wenn sie mir eine Auskunft geben können. Mit freundlichen Gruß

Antwort von Dr. Weber: Das Alter kann bei bestimmten Fehlbissen sogar von Vorteil sein. Auf jeden Fall sollte der Kieferorthopäde Ihnen erklären, wie seine Diagnose lautet und welche Schritte er wann und wie vollziehen will. Es könnte beispielsweise auch sein, dass die Sprachprobleme von der Kieferfehlstellung kommen. Eine Zusammenarbeit von Logopäden und Kieferorthopäden erscheint dann sinnvoll. Und zum Schluss: wenn alle in der Familie helfen, die ersten Tage des Tragens zu überstehen, ist das Eingewöhnen meist nach einer Woche erledigt und die Spange bleibt im Mund.

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