Historie Zahnspange
Ein kleiner Ausflug in die Historie, denn die wenigsten der Zahnspangenträger/Innen wissen vielleicht, wie, wo, wann und vor allem wem sie ihre Korrekturmaßnahmen zu "verdanken" haben.
~10 n. Chr.:
Zahnspangenähnliche Apparate sind bereits aus der Zeit der Römer bekannt. Ein gewisser Celsus riet den Menschen damals, schiefe Zähne mit den Fingern wieder in die richtige Position zu bringen.
~200 n. Chr.:
Ein gewisser Galen gab seinen Patienten die Anweisung ihre Zähne bei Kieferengstand befeilen zu lassen.
unbekannt
Scharlatane, Quacksalber, Hexen und Medizinmänner trieben in dieser Zeit ihr Unwesen, so dass für diese Zeitepoche wenig zur weiteren Entwicklung der Zahnspange zu sagen ist
1620
Der italienische Mediziner Hieronymus Fabricius of Aquapendente entdeckt die Möglichkeit, Zahnengstände durch das Ziehen von Zähne zu beheben
1728
Der bedeutende französische Zahnarzt Pierre Fauchard veröffentlichte sein Lehrbucht "Le Chirurgien Dentiste", in welchem er unter anderem den enormen Wert der Zahnpflege beschreibt.
Neben Anleitungen dazu verfasst er darin auch einen Teil über die "Korrektur von Fehlstellungen".
Seine Zahnspangen waren aus einem gebogenem Metallstreifen der an den Zähne mit Draht fixiert wurde konstruiert.
Fauchard gilt heute als der Vater der Kieferorthopädie.
1887
Edward H. Angle, Vater der "neuzeitlichen Kieferorthopädie", veröffentlichte ein Buch in welchem er Bissanomalien beschreibt, die auch heute noch in Klassen wie Neutral, der Mesial, der Distalbiß eingeteilt sind und nach ihm benannt wurden.
Zur Korrektur dieser Fehlstellungen führt er den sogenannten "Edgewise Mechanismus" ein, bei dem der Drahtbogen in Schlitzen (heute "Slot") der Brackets gehalten werden. Er war war auch der erste Kieferorthopäde der Brackets zum Befestigung der Drahtbögen verwendete. Seine Technik wird bis heute bei festen Zahnspangen verwendet
1955
Die Kieferorthopädie wird an den Hochschulen ein eigenständiges Studienfach |