Azubi Marie-Claire Lahuerta Casañ


Marie-Claire Lahuerta Casañ. Gemeinschaftpraxis für Kieferorthopädie Dr. Joachim Weber & Dr. Elisabeth Meyer Ludwigshafen

Unsere Auszubildende Marie-Claire Lahuerta Casañ kam zum Ausbildungsbeginn 2010 in unsere Praxis. Seitdem lernt sie ein Aufgabengebiet nach dem anderen kennen. Über ihre Erfahrungen berichtet sie in ihrem Blog.

Kleinere Aufgaben, zum Beispiel das Auftragen von Fluorid-Schutzlack auf die Zähne der Patienten oder das Vermessen von kieferorthopädischen Modellen gehören bereits zu ihren festen Aufgaben. Frau Lahuerta Casañ ist Halb-Spaniererin und liebt natürlich die spanische Küche.

Aber nur die wirklich echte, die es in vielen deutschen "spanischen" Restaurants leider so nicht oft gibt. Paella wird in Deutschland beispielsweise schon mal mit Fisch und Fleisch zubereitet, hat sie festgestellt. Die echte spanische Paella gibt es aber entweder nur mit Fisch oder nur mit Fleisch!

Ihre spannenden Geschichten auf dem Weg zur Zahnmedizinischen Fachangestellten. An dieser Stelle berichtet unserer Auszubildende regelmäßig aus dem Alltag unserer KFO-Praxis.


Je näher der Schulabschluss rückt, desto mehr setzt man sich mit dem Gedanken auseinander, was man mit seinem weiteren Leben anfangen soll. Für viele steht der Berufswunsch schon seit Jahren fest, aber mindestens genauso viele haben bis kurz vor Schluss immer noch keinen wirklichen Plan, wie ihr Leben in Zukunft aussehen soll.

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Die Schule hilft einem nur insoweit, als dass sie ihren Schülern die Möglichkeit anbietet, Schülerpraktika in Anspruch zu nehmen. Im Jahre 2005 war nun also auch mein erstes Praktikum an der Reihe. Ich entschied mich, dieses Praktikum in der kieferorthopädischen Praxis zu absolvieren, in der ich selbst Patient war, nämlich bei Herrn Dr. Weber und Frau Dr. Meyer.

Von Anfang an habe ich mich dort als Patientin wohl gefühlt und ich war begeistert, wie selbstständig ihre Mitarbeiterinnen dort arbeiten konnten. Mein Gefühl ließ mich nicht im Stich, das Praktikum machte mir total viel Spaß.

Der Umgang mit den verschiedensten Menschen aus allen Altersgruppen, die handwerkliche Arbeit, die Faszination, wie kleine, richtig positionierte Teilchen zu einem schönen und gesunden Gebiss verhelfen - das alles ist wirklich spannend! Nach diesem Praktikum war mir klar, dass eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten in einer kieferorthopädischen Praxis für mich definitiv eine Möglichkeit darstellt.

Nach meinem Abitur entschied ich mich aber dann doch für eine andere Richtung und begann zu studieren. Dieses Studium stellte sich aber nach einem Jahr für mich persönlich als Sackgasse heraus. Kurzentschlossen bewarb ich mich bei Herrn Dr. Weber und Frau Dr. Meyer um einen Ausbildungsplatz in ihrer Praxis. Mit Erfolg!

16. August 2010

Heute hat meine Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte begonnen. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie aufgeregt ich war! Vormittags war meine „Einschulung“ in der BBS Wirtschaft 2 in Ludwigshafen. Dort wurden wir in feste Klassen eingeteilt und erhielten unseren Stundenplan. Ich habe ab heute jeden Freitag Schule und in jeder ungeraden Woche auch donnerstags. Um 12.30 Uhr habe ich mich dann auf den Weg zur Praxis gemacht, um in meinen ersten Arbeitstag zu starten.


Marie-Claire Lahuerta Casañ & Maren Helmling. Gemeinschaftpraxis für Kieferorthopädie Dr. Joachim Weber & Dr. Elisabeth Meyer Ludwigshafen Freundlich begrüßt wurde ich von Maren Helmling, einer der Empfangsdamen, mit folgenden Worten: “Achtung nicht erschrecken, da sind gleich ganz viele Leute im Raum.“ Die Tür zum Mitarbeiterraum öffnete sich und tatsächlich blickte ich in die freundlichen Gesichter von gefühlten 100 Personen.

Mein erster Gedanke, nachdem sie sich alle bei mir vorgestellt haben, war, dass ich mir ihre Namen wohl nie merken werde. Einen Müller oder Schmitt sucht man hier nämlich vergebens. „Tief durchatmen und weiter“, dachte ich mir.

Petra Maria Betz. Gemeinschaftpraxis für Kieferorthopädie Dr. Joachim Weber & Dr. Elisabeth Meyer Ludwigshafen Viel weiter kam ich nicht, da mir Frau Betz aus dem Labor auch gleich meine erste Arbeit auftrug: Patienten aus dem Computer suchen und deren nächste Termine aufschreiben, um sie anschließend auf die persönlichen Abdruckkästchen im Labor zu notieren.

Somit kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit „Evident“, dem Computerprogramm der Praxis. In unserer Praxis wird jedem Patienten eine Zahl zugeordnet, welche auch an den Abdruckkästchen zu finden ist.

Diese häufen sich nach ein paar Patienten-Jahren kontinuierlich. Deshalb habe ich mich danach damit beschäftigt, die Kästchen zu sortieren… Schwupp, war die Arbeitszeit auch schon wieder vorbei.

17. August 2010


Melanie Wetzler  & Maren Helmling Heute sah es mit der Aufgabenverteilung für mich eher mau aus. Aber ist ja klar, ich bin erst seit einem Tag hier, was soll man mir auch für Aufgaben geben. Ich habe mich den Vormittag dann eben damit beschäftigt, den zwei Mädels an der Rezeption Dinge wie zum Beispiel zur Post gehen, kopieren oder Ordner sortieren abzunehmen. Nach der Mittagspause hat sich dann Frau Aldanmaz, meine Betreuerin vor Ort, mir angenommen.

Es hat großen Spaß gemacht, ihr über die Schultern zu schauen. Heute war sehr viel los, da die Schulzeit wieder begonnen hat und die Patienten wieder aus ihrem Urlaub zurück sind. Es standen viele ungeplante Reparaturen an und das ganze Team stand unter enormen Druck, den Berg an Arbeit zu bewältigen. Trotz alledem hat Frau Aldanmaz all meine Fragen geduldig beantwortet und sogar die Zeit gefunden mir zu zeigen, wie ich z. B. die Behandlungsstühle säubere oder die Dinge für einen Abdruck vorbereite.

18. - 19. August 2010


Jale Aldanmaz Die erste Hälfte der beiden Tage war ich der Schatten von Frau Aldanmaz, die mich schon viele Dinge unter ihrer Obhut ausprobieren lässt, wie z. B. Zement anmischen und diesen in die Bänder füllen. Ich versuche meinen Kolleginnen - so gut wie es mir eben möglich ist - zur Hand zu gehen. Dazu gehört, ihnen Dinge aus dem Archiv zu holen oder auch die Kartei und Abdrücke der Patienten zu besorgen.

Zu all den Aufgaben, die ich bisher schon erledigen kann, hab ich an diesen zwei Tagen geübt, wie ich Rezepte schreibe und Röntgenbilder auf eine CD brenne. Außerdem habe ich Patienten angenommen und sie im Computer als „erschienen“ vermerkt, sowie ihre Versichertenkarte eingelesen. Ich werde jeden Tag mit neuen Begriffen konfrontiert, die ich mir nicht wirklich sofort alle merken kann, aber ich gebe mir Mühe und denke, dass das schon klappt wenn ich ein bisschen routinierter bin. Schließlich ist es erst meine erste Woche.

30. August 2010

Anfang dieser Woche haben wir die schöne Nachricht erhalten, dass eine unserer Kolleginnen schwanger ist. Sie wird uns noch bis zur nächsten Woche unter die Arme greifen und ihre Aufgaben in der Praxis unter uns verteilen. Mir hat sie beigebracht, wie ich ausgegossene Modelle vermessen muss. Dies wird nun unter meinen Aufgabenbereich fallen.

Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre, dann geht es vielen so, dass sie in ihrer Ausbildung nur dürftig Arbeit zugeteilt bekommen und sie oft nur wenig selbstständig arbeiten dürfen, sowie nur wenig innerhalb einer bestimmten Zeit beigebracht bekommen. Davon kann bei mir überhaupt nicht die Rede sein. Momentan bin ich dabei, mich mit Frau Aldanmaz mit der Auswertung der Tagesstatistik zu beschäftigen, die ich bald auch übernehmen werde.

Für mich gibt es immer etwas dazuzulernen. Ob es nun das Heraussuchen der Erstbesprechungen und der MSAs der nächsten Woche ist oder das Schreiben verschiedenster Briefe. Diese Woche waren Z2 Briefe und MTKKs an der Reihe. Z2 Briefe sind Briefe an die Hausärzte der Patienten, um ihnen mitzuteilen, wann sich die Patienten wieder in unserer Praxis vorstellen sollten (z. B. wenn eine kieferorthopädische Behandlung durch uns noch nicht erfolgen kann, da noch zu viele Milchzähne vorhanden sind).

Mit MTKKs setzt man sich mit den Krankenkassen in Verbindung, um sie von einem unplanmäßigen Ablauf einer Behandlung zu informieren. Das sind die neusten Dinge, die ich nun selbstständig erledigen kann, plus die neusten Abkürzungen, bei denen ich jetzt durchblicke, wenn sie in der Praxis fallen.

Immer diese Abkürzungen kann ich euch sagen, da wird man anfangs ganz kirre. Es gibt wirklich für alles eine Abkürzung und es ist ziemlich blöd, wenn man sie nicht kennt, denn sie sind einfach lebensnotwenig im Praxisalltag. Aber ich denke, auch das werde ich im Laufe der Zeit draufhaben. Nur Geduld Marie-Claire!

1. - 2. September 2010

Für die nächste Woche stehen echt total viele Erstbesprechungen und MSAs auf dem Programm. Bei dem Heraussuchen der Patientenunterlagen werde ich jedes Mal wieder vor eine schwierige Aufgabe gestellt, denn die Unterlagen verstecken sich meiner Meinung nach absichtlich vor mir. Eine große Praxis mit mehreren Ärzten hat ziemlich viele Winkel, in die sich diese Dinger des Öfteren mal „verirren“.

Als Frischling habe ich da leider noch nicht so den Überblick und so bleibt mir nichts anderes übrig, als mich manchmal mehr, manchmal weniger verzweifelt durch den Praxisdschungel zu kämpfen. Gott sei Dank sind meine Kolleginnen schon erfahrene „Sucher“ und verraten mir meist die Verstecke der kleinen Biester. Vor Herrn Doktor Weber nehme ich mich lieber in Acht, er nutzt meine Verzweiflung aus, um Wetten mit mir abzuschließen. In etwa so:

Ich (verzweifelt, gehetzt): “Herr Doktor Weber, ich kann die Kartei von XY nicht finden.“
Herr Doktor Weber (hungrig(??), siegessicher, grinsend): „Die ist aber irgendwo, ich Wette mit ihnen um eine Pizza!“ Da kann ich ja nur verlieren ;)

Außerdem durften wir diese Woche eine neue Kollegin, Frau Metz, in unserem Team begrüßen. Die Umstellung von einer Zahnmedizinischen Angestellten bei einem Zahnarzt zu einer ZMA bei einem Kieferorthopäden ist nicht so einfach. Ich erfahre in der Schule an der eigenen Haut, dass ich viel von meinem Gelernten nicht wirklich praktisch anwenden kann, da in einer kieferorthopädischen Praxis eben ganz andere Dinge auf dem Terminplan stehen als bei einem normalen Zahnarzt.

Somit habe ich in Frau Metz und in Frau Eminagic, die zeitgleich mit mir angefangen hat zu arbeiten, zwei Verbündete. Wobei die beiden ihre Arbeit total schnell auf die Reihe kriegen, also kann ich den Schulstoff später vielleicht doch besser mit dem Praxisalltag verknüpfen.

6. - 9. September 2010

Irgendwie haben es die Götter in dieser Woche nicht so gut mit uns gemeint. Technisches Versagen hat unseren normalen Praxisablauf durcheinander gebracht. Außerdem waren an einem Tag gleich zwei erfahrene Kolleginnen krank. Eine schwierige Situation, weil neben mir noch Frau Eminagic und Frau Metz eingearbeitet werden müssen und somit nicht voll in die Behandlung integriert werden können.

Aber auch diese Schwierigkeiten haben wir irgendwie überstanden. Herr Gerkhardt hat sich trotzdem die Zeit genommen mit uns „Neuen“ eine kleine MSA-Fortbildung zu starten. Wir haben gelernt, wie wir die Kiefergelenksuntersuchung vorbereiten und Teile davon selbst durchführen. Ich habe nächsten Montag und Dienstag meinen ersten Urlaub und bin mal gespannt, ob ich meine Arbeit nächste Woche in der kurzen Zeit erledigt kriege.

Nächste Woche ist nämlich zusätzlich auch noch eine ungerade Woche. Das heißt, dass ich Donnerstag Vormittag und Freitag in der Schule bin. Naja, darüber mach ich mir ein anderes Mal Gedanken, jetzt freu ich mich erst mal über ein verlängertes Wochenende.

18. Oktober 2010

In den letzten Wochen ist viel passiert… Zum ersten Mal habe ich eine Quartalsabrechnung miterlebt und schon nach ein paar Tagen sehnte ich mich nach deren Ende und nach einer Woche mit normalem Tagesablauf. In der Woche der Abrechnung waren die Computer lahmgelegt und wir mussten unsere Karteieinträge auf die altmodische Art, nämlich per Stift und Papier festhalten.

Problematischer jedoch für mich war, dass weder meine Ansprechpartnerin Frau Aldanmaz noch die Chefs in dieser Woche in der Praxis waren. Außerdem war eine weitere Kollegin eine Woche vor Abrechnung krank und in der Woche der Abrechnung in Urlaub. Problematisch war das deshalb, da ich Teile ihrer Aufgaben übernehmen sollte, sie mich aber durch ihre unvorhergesehene Abwesenheit nicht einarbeiten konnte.

Ich war also total planlos und hatte überhaupt keine Ahnung, wie ich meine normale Arbeit, die Arbeit meiner Kollegin und die Aufgaben die mir per Notiz von den Chefs mitgeteilt wurden, alle allein und in der kurzen Zeit unter einen Hut bekommen sollte. Es war ein einziger Kampf und ich habe mich manchmal total überfordert gefühlt. Gleichzeitig wurde unser Labor umgebaut, um mehr Platz zu schaffen. Ich habe versucht, ein wenig Ordnung hinein zu bringen und die vielen Modellkisten sortiert.

Leider ist mein System noch nicht bei jedem angekommen, deshalb werde ich wohl noch einige Zeit jeden Morgen kontrollieren müssen, ob auch alles an seinem Platz steht. Nach den Ferien schreibe ich meine erste Arbeit in der Schule. Es ist gar nicht so einfach, Schule und Arbeit zu verbinden. Wenn meine Klassenkameradinnen und ich relativ spät am Abend von der Arbeit nach Hause kommen, müssen wir noch für die Tests und Arbeiten in der Schule büffeln.

Da finde ich Blockunterricht viel sinnvoller. Es wäre bestimmt einfacher, wenn man sich entweder auf die Arbeit oder die Schule konzentrieren könnte. Gott sei Dank sind die Tests bei mir bisher gut ausgefallen, jetzt fiebere ich noch meiner ersten Arbeit entgegen.

10. - 30. November 2010

Soooo. Meine erste Klassenarbeit in der Schule habe ich hinter mich gebracht und in den letzten Wochen folgte eine nach der anderen. Ich habe zwar noch nicht alle Ergebnisse, aber eigentlich ein ziemlich gutes Gefühl. Hoffentlich geht es so gut weiter, damit ich meine Ausbildung verkürzen kann.

In den letzten Wochen habe ich mich auch relativ gut mit meinen neu übernommenen Aufgaben in der Praxis arrangiert. Es ist zwar immer extrem viel zu tun, aber wir können hoffentlich bald neue helfende Hände erwarten, die uns ein wenig unter die Arme greifen werden.

In der Woche vom 22.11. bis 26.11. hatte ich ein Praktikum in der Zahnarztpraxis Wächter in Mutterstadt. Herr Dr. Weber und Frau Dr. Meyer werden mir innerhalb meiner Ausbildungszeit des Öfteren die Chance geben, in Zahnarztpraxen „reinzuschnuppern“. Wie ich schon einmal erwähnt habe, wird die Kieferorthopädie in der Schule eher wenig bis gar nicht besprochen.

Die zahnmedizinische und nicht die kieferothopädische Assistenz ist Hauptthema. Umso wichtiger für mich ist es, ein wenig Praxiserfahrung in der zahnmedizinischen Assistenz zu sammeln, damit ich auch in der Praxis verstehe was ich in der Schule per Theorie so alles lerne. Die Praxis Wächter hat mich total nett empfangen und ich habe mich sofort wohl gefühlt. Da eine ihrer ZFA´s (Zahnmedizinischen Fachangestellten) kurzfristig erkrankte, waren sie froh um meine Unterstützung. Learning by doing war für die Woche also spontan angesagt.

Herr Wächter hat mir jeden seiner Schritte genau erklärt und mir geduldig gezeigt, wie ich ihm am besten assistieren kann und wie die verschiedenen Abläufe der Behandlungen auszusehen haben. Wurzelbehandlungen, Extraktionen, Füllungen, das Einsetzen von Zahnersatz - in dieser Woche habe ich einen guten Überblick über die Zahnmedizin erhalten, die mich auf jeden Fall weitergebracht hat.

Information

Tel: 0621 / 685 777
Kieferorthopädie Ludwigshafen
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