Schnarchtherapie - Schienen

Für den Verursacher vordergründig oft weniger störend, für den Partner nervenaufreibend: Schnarchen!

Was in der Gesellschaft amüsant verharmlost wird, kann für den Schnarcher (alleine in Deutschland ca. 30 Millionen) selbst sowie den Bettnachbarn zu ernsthaften, gesundheitlichen sowie sozialen Problemen führen.

Das Schnarchgeräusch entsteht durch das Entspannen von Gaumensegel und Zunge, wodurch sich der Atemweg verengt. Die Weichteile im Rachen beginnen beim Atmen zu vibrieren und erzeugen das bekannte "Knattern". Kommt es des weiteren dabei noch zu Aussetzern beim Atmen, wird vom Schlafapnoe-Syndrom (Apnoe, griech.: "Nicht-Atmung") gesprochen.

Der kurzweilige Atemstillstand führt zu wiederholten Aufweckreaktionen - einer Alarmreaktion des Körpers, die jedoch von der Person nicht bewusst wahrgenommen wird, sich jedoch in Form einer erhöhten Pulsfrequenz bemerkbar macht.

Dieser unterbewusste Stressreiz führt zum einen zu einer akuten und lebensbedrohlichen Sauerstoffunterversorgung des gesamten Organismus, zum anderen zu einem erheblichem Schlafentzug, da der Körper nicht die nötige Erholung findet. Tagesmüdigkeit, Herz- und Kreislaufprobleme bis hin zu einem erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko sind die Folge.

Neben den bekannten konservativen (z. B. Atemmaske mit Sauerstoffzufuhr), operativen (z. B. Verkürzung des Gaumensegels) sowie alternativen (z. B. Yoga) Behandlungsmethoden gibt es seit einigen Jahren noch eine weitere Therapieform.

Die TAP-Schiene, eine sogenannte Protrusionschiene (von lat. protrusio, "Vorschieben, Fortstoßen") ähnelt vom Verfahren her Clear-Aligner und wurde vor einigen Jahren von dem amerikanischen Zahnarzt und Ingenieur Dr. Keith Thornton entwickelt.

Auch hier wird eine warme Kunststofffolie über den Gebissabdruck, welcher beim Patienten in Position eines leichten Unterbisses abgenommen wird, vakuumisiert, um daraus ein passende Schiene für Unter- und Oberkiefer zu modellieren.

Der Patient legt vor dem Schlaf beide Schienen an, auf denen verschlüsselte und während der Therapie justierbare Häkchen angebracht sind und "klickt" die beiden Schnittstellen zusammen. Dies führt zu einer Vorverlagerung des Unterkiefers. Die Zunge wird durch diese Straffung der Muskulatur vor dem Zurückfallen bewahrt, der Rachenraum und die Atemwege sind für die Sauerstoffzufuhr geöffnet.

Was auf den ersten Blick befremdlich wirkt, da der Kiefer in dieser Position bis zum Erwachen des Patienten ausharrt, verzeichnet eine Erfolgsquote von über 95 %. In den USA gehört die Methode schon zu den meist verwendeten Schnarchtherapiegeräten. Beim Aufwachen löst der Patient die Verbindung und nimmt die Schienen bis zum nächsten Einsatz heraus. Die Pflege erfolgt mit der Zahnbürste oder unter Einsatz von Reinigungstabletten.

Nach einer gewissen Eingewöhnung, bedingt durch den "ausgelieferten" Zubiss, wird das Tragegefühl von den Patienten meist als angenehm empfunden.

Nach einer intensiven Beratung und Untersuchung kann bei der Krankenkasse ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden. Dem sind neben dem Kosten- und Heilplan auch ein Gutachten beizulegen, in dem dokumentiert ist, dass beim Patienten durch das Schnarchen ein schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten ist und das andere Behandlungsmethoden (siehe oben) keine Wirkung erzielt haben.

Ihr Bettnachbar/-in raubt Ihnen mit lautem Schnarchen Ihren erholsamen Schlaf?
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