Schnarcht Ihr Kind? Es könnte Schlafapnoe sein.

Viele Kinder schnarchen. Schätzungen gehen dabei von 3 bis 12 % der Vorschul-Kinder aus. Aber etwa 2 % aus dieser Gruppe leiden unter der so genannten obstruktiven Schlafapnoe. Dies kann zu Schulproblemen oder Auffälligkeiten der Kinder führen.

Wie können Sie herausfinden, ob ihr Kind nur schnarcht oder unter Schlafapnoe leidet?

Anders als Erwachsene mit Schlafapnoe, die häufig übergewichtig sind und auch oft nachts aufwachen, sind Kinder mit Schlafapnoe schwieriger zu erkennen und zu diagnostizieren.

Folgende Fragen können für Klarheit sorgen:

1.: Schnarcht Ihr Kind häufig?

2.: Haben Sie selbst gemerkt, dass Ihr Kind nachts nicht atmet?

3.: Entfaltet sich Ihr Kind ungünstig, beispielsweise durch deutliches Unter- oder Übergewicht?

4.: Atmet Ihr Kind regelmäßig durch den Mund?

5.: Liegt bei Ihrem Kind ein ausgeprägter Rückbiss vor?

6.: Hat Ihr Kind vergrößerte Mandeln oder Polypen?

7.: Hat Ihr Kind Probleme zu schlafen oder schläft es unruhig?

8.: Ist Ihr Kind tagsüber häufig müde oder schläft sogar ein?

9.: Ist Ihr Kind morgens unausgeschlafen und/oder klagt über Kopfschmerzen?

10.: Zeigt Ihr Kind Merkschwäche, Verhaltensprobleme, ist es unaufmerksam, aggressiv oder hyperaktiv?

Sollten Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit "Ja" beantwortet haben, so sprechen Sie uns bitte darauf an. Wir helfen Ihnen während unserer persönlichen Beratung zu klären, ob ein kieferorthopädisches Problem die Ursache hierfür sein kann.


Schlafapnoe - anschauliches Fallbeispiel aus unserer Praxis

In unserer Praxis stellte sich vor einigen Jahren der Patient M.T., männlich, vor. Zu diesem Zeitpunkt war er 8 Jahre alt.

Er litt bereits seit einige Zeit unter Schnarchen, was der Mutter allerdings erst während seiner Grundschulzeit (3./4. Klasse) bewusst aufgefallen war. Ständige Tagesmüdigkeit sowie ein drastischer Leistungsabfall, vor allem in der Schule, veranlassten die Eltern, sich ärztlichen Rat einzuholen. "Mich rief die Klassenlehrerin beinahe täglich an, da mein Sohn während des Unterrichtes einfach einschlief", berichtete die Mutter.

So konnte es nicht weitergehen, eine Odyssee an Arztbesuchen folgte. Umfangreiche körperliche Untersuchungen, Blutbilder und selbst der Besuch im Schlaflabor brachten allerdings keine Ursachenklärung. Für die Eltern und vor allem auch den Patienten stellte der Schlafmangel und seine Folgeerscheinungen eine starke physische und psychische Belastung dar. Erst der behandelnde Hals-Nasen-Ohren-Arzt gab den entscheidenden Tipp und riet zur Vorstellung beim Kieferorthopäden.

Nach einer eingehenden Anamnese wurde in unserer Praxis eine Unterkiefer-Rücklage diagnostiziert und eine Herbstapparatur angeordnet. Die Mutter erinnert sich im Nachhinein noch sehr gut und voller Erleichterung daran, wie ihr Sohn die erste Nacht mit der Apparatur verbracht hatte. „Mama, ich habe heute Nacht endlich mal wieder gut geschlafen und bin nicht mehr müde“. Das in dieser Nacht auch zufällig Halloween war, sollte hierbei nicht unerwähnt bleiben :-) Inzwischen ist der Patient 13 Jahre alt und beschwerdefrei.

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