Fragen zu Kieferschmerzen und Krankheiten

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Frage von T. R.: Ich leide seit einiger Zeit unter schwankenden, teilweise aber starken Kiefergelenkschmerzen links, eine weite Mundöffnung ist schmerzhaft und kaum möglich und die muskuläre Situation hinter dem linken Ohr bis zum Nacken scheint nicht in Ordnung. Ich bin zwar in cmd-Behandlung, leider verschlechtert sich der Zustand beim Tragen der sog. Copa-Schiene im Unterkiefer.

Meine Frage: Können Kiefergelenkbeschwerden Ohrenprobleme auslösen und wie behandelt man eine akute Kiefergelenkentzündung? Ich bin Ihnen für eine kurze Info sehr, sehr dankbar. Herzliche Grüße

Antwort von Dr. Weber: Die beschriebenen Symptome sind häufig. Sie können jedoch unterschiedlichste Ursachen haben. Probleme der Kopfstatik betreffen meist verschiedenste Strukturen. So können Erkrankungen des Kiefergelenkes als Ohrschmerz wahrgenommen werden. Die Nervenbahnen der Bereiche Ohr und Gelenk werden im Rückenmark der Halswirbelsäule verschaltet. Ist die Schaltstelle gestört, können ebenfalls gleiche Schmerzbilder entstehen. So sind orthopädisch beispielsweise Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule oder Schleudertraumen auszuschließen.

Akute Gelenkentzündungen müssen somit erst nachgewiesen werden. Sie werden nach Ursache behandelt. Beispielsweise kann eine eher mechanische Schädigung meist mittels Gelenkentlastung, medikamentöser Begleittherapie und Physiotherapie gebessert werden. Systemische Erkrankungen wie Rheuma müssen ursächlich behandelt werden. Hier arbeiten wir beispielsweise wissenschaftlich mit der Kinderrheumatologie des Klinikums Bad Bramstedt zusammen, um Kindern mit Juveniler Ideopathischer Arthritis adäquat versorgen zu können.

Frage von D. B.: Guten Tag, unsere Tochter, 14, leidet seid einiger Zeit unter Kiefergelenkschmerzen und Knackgeräuschen, außerdem hat sie extreme Rückenschmerzen, der Orthopäde schickte uns zum Kieferorthopäden, dieser macht jetzt eine Aufbiss-Schiene, aber er meinte ihre Zähne aus dem Unterkiefer liegen zu tief im Kiefer und er möchte ihr dann noch eine Zahnspange anfertigen, die die unteren Zähne etwas nach vorne zieht.

In ihrer Internet-Seite habe ich das M.A.R.A. System entdeckt, meine Frage wäre nun, ob das bei unserer Tochter auch helfen würde, oder welche Zahnspange denn noch in Frage käme, meine Tochter möchte natürlich nicht, das die Spange zu sehen ist, geht denn vielleicht auch eine lose Spange? Vielen Dank für ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Weber: Eine Antwort zum individuellen Fall wäre ohne Untersuchung und Kenntnis der Situation Ihrer Tochter unseriös. Allgemein ist zu sagen, dass Störungen der Kopfstatik nach unserer Erfahrung sehr häufig dem Beschwerdebild Ihrer Tochter entsprechen. Vielfach wird jedoch behauptet, dies wäre bei Kindern nicht der Fall oder „würde sich verwachsen“. Der Alltag in unserer Praxis lehrt uns das Gegenteil – danken Sie also schon einmal Ihrem Orthopäden.

Zu Schienen ist zu sagen, dass Schiene nicht gleich Schiene ist. Gemäß internationaler Standards und auch nach unserer Erfahrung ist eine sogenannte Michigan-Schiene (meist in Kombination mit anderen Massnahmen) hilfreicher als andere Systeme. M.A.R.A. eignet sich zur aktiven Veränderung meist nicht so gut, da einzelne Zähne überbelastet werden können. Als passives Haltesystem ist M.A.R.A. nach unserer Erfahrung jedoch in vielen Fällen sehr gut geeignet. Der gezielte Einsatz ist daher wichtig.

Frage von J. S.: Sehr geehrte Damen und Herren, ich leide seit 8 Monaten unter CMD. Schienentherapie und 20x Physiotherapie ohne Erfolg. Seit einer Woche ist mein Kiefer ausgerenkt, er springt nach dem Einrenken beim ersten Mundöffnen sofort wieder aus der Pfanne. Kann man das heilen? Sehr herzlichen Dank für Ihre Antwort

Antwort von Dr. Weber: Zunächst ganz klar: Heilkunde ist kein Reifenwechsel am Auto – es gibt schlicht keine Garantie für Erfolg. CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) ist jedoch meist ein Krankheitsbild, welches sich langsam einschleicht: zunächst dezente Schmerzen, gelegentlich verbunden mit Knackphänomenen, Kopfschmerz, Ohrpfeifen und Einschränkung der Mundöffnung. Bei Erwachsenen lässt sich die Krankengeschichte mit Erstbefunden oft bis in die Kindheit zurückverfolgen. Kinder werden mit diesen Symptomen meist nicht ernst genommen und lernen schnell diese zu erdulden, dann zu tolerieren und zu verschweigen.

Manchmal sind jedoch auch plötzliche Ereignisse Auslöser einer CMD: ein Autounfall mit Schleudertrauma, ein Schlag auf das Kinn bei einem Unfall oder andere Verletzungen. Vor einer Therapie sollte auf jeden Fall eine umfassende Diagnose gestellt werden. Andere Erkrankungen können sich hinter CMD verbergen: Rheuma-Erkrankungen oder Stress durch die Lebensumstände des Patienten. Ein guter CMD-Therapeut verfügt meist über ein Netzwerk an Kollegen mit betroffener Fachrichtungen zur genauen Abklärung und Therapie. Erst wenn eine klare Diagnose auf dem Tisch liegt, kann eine mögliche Heilung oder Besserung erörtert werden.

Frage von A. K.: Wie kann man Schlafapnoe behandeln??!! Denn ich habe mehre Merkmale (Z.B. ADHS, ich bin schnell aggressiv, ich schnarche sehr häufig, ich atme fast nur durch den Mund, ich bin morgens unausgeschlafen!) Ich bitte um schnelle Rückantwort. GRUß A.

Antwort von Dr. Weber: Zunächst muss sichergestellt werden, dass es sich tatsächlich um eine Schlafapnoe handelt. Dazu ist die Zusammenarbeit mit einem Schlafmediziner dringend zu empfehlen. Die Auswahl der Therapie richtet sich meist nach Werten, die im Schlaflabor ermittelt werden. In vielen Fällen sind Kieferfehlstellungen Ursache oder haben zumindest Anteil an dem Ausmaß einer Schlafapnoe. Langzeitstudien haben gezeigt, dass der Einsatz von Schlafmasken oder Schlafschienen zu Deformationen an den Gesichtsknochen führen können. Daher ist auch für Schlafmediziner die Zusammenarbeit mit Kieferorthopäden hilfreich.

Frage von M.-L. T.: unsere Tochter geb.13.09.2009 hat die Pierre Robin Sequenz und dadurch ein zurückverlagertes Kinn, nachts hat sie O2 Abfälle bis auf 60% und schnarcht fürchterlich. Unsere Tochter atmet nur durch den Mund, Polypen und große Rachenmandeln wurden durch den HNO Arzt ausgeschlossen. Die Gaumenspalte ist noch nicht verschlossen laut Uniklinik ... wird diese erst verschlossen wenn das Schlafen besser wird, ich muss dazu sagen es ist eine submukösse Spalte im weichen Gaumen. Wir würden uns sehr freuen wenn Sie uns weiter helfen könnten. Mit freundlichen Grüßen Familie T.

Antwort von Dr. Weber: Eine derart schwere Anomalie lässt sich sicher nicht durch einen Chat beurteilen. Die angegebenen Symptome scheinen eine kombinierte Therapie (Spalte/Chirurgie, Atmung/HNO und Kieferstellung/Kieferorthopädie) jedoch dringlich erforderlich zu machen. Die Uniklinik Tübingen genießt in der Behandlung dieser Syndrome übrigens einen ausgezeichneten Ruf, so dass wir uns über eine Zusammenarbeit sehr freuen würden.

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