Das gesunde Kiefergelenk

Die deutsche wissenschaftliche Gesellschaft für Zahnheilkunde, unsere höchste fachliche Autorität in Deutschland, fordert vor jeder Veränderung der Zahn- oder Kieferstellung eine Untersuchung der Strukturen des Kauapparates:

  • Muskeln inklusive der Zunge
  • Bänder
  • Kiefergelenk
  • Haltung der Halswirbelsäule und des Kopfes
  • Nasen-, Augen- und Ohrenfunktion
  • Kieferstellung
  • und natürlich die Zähne.

Eine Durchführung ohne diese Untersuchungen ist daher als zahnärztlicher Kunstfehler einzustufen.Häufig wird auf die Untersuchungen dennoch verzichtet, weil

- … das Erlernen der Untersuchungsmethoden für den Kieferorthopäden langwierig und aufwändig ist. Gute Kurse erstrecken sich über mindestens zwei Jahre. Nicht jeder Kieferorthopäde verfügt daher über die notwendigen Fähigkeiten.

- … eine routinemäßige, ausführliche Eingangsuntersuchung sehr zeitaufwändig sein kann. Bei kniffligen Problemen im Gelenk kann die Ursachensuche schon ein bis zwei Stunden dauern. Nicht jede Praxis nimmt sich dafür die nötige Zeit.

- … Verlaufsuntersuchungen während der Behandlung mit Zahnspangen sind schwierig zu organisieren. Nicht jedes Praxisteam will diese Zusatzbelastung tragen.

Kiefergelenk Sagittal Paracoronar Paraaxial

Paracoronar

von schräg vorne
Radiologen und Therapeuten ziehen zudem zu Rate: die Draufsicht auf den Gelenkkopf (von schräg vorne, Paracoronar).

Paraaxial

... und die Draufsicht von oben (Paraaxial).

Wichtige Strukturen

Zwischen den Bändern liegt gefäßreiches Weichgewebe (7, dunkelblau). Zusammen werden Bänder und Weichgewebe (5-7) als bilaminäre Zone bezeichnet.

Zwischen den Strukturen entstehen zwei Gelenkkammern: untere Kammer (8, dunkelpink) und obere Kammer (9, hellpink).

Alle Strukturen zusammen ermöglichen den am menschlichen Körper einmaligen Vorgang, dass ein Gelenkkopf bei der Bewegung die Gelenkgrube des Schädeldaches verlässt (Translation).

Sagittal

Für eine schnelle Befundung werden Magnetresonanzbilder meist zuerst in einer seitlichen Draufsicht beurteilt (Sagittal).
Kiefergelenk: wichtige Strukturen

Wichtige Strukturen

Als Orientierungspunkt dient der knöcherne Gehörgang (1, hellblau). Der Gelenkraum wird nach oben begrenzt durch die Schädelbasis (2, gelb).

Etwa einen Zentimeter vor dem Gehörgang findet man den Gelenkapparat, bestehend aus einem in der Seitendraufsicht eher rundlich geformten Kopf (3, grün).

Auf ihm liegt der Knorpel (4, rot): vorne und hinten dick, in der Mitte dünn. Er ist mit zwei Bändern nach hinten-oben (5, dunkelrot) und hinten-unten (6, orange) befestigt.

  • Paracoronar

    von schräg vorne
    Radiologen und Therapeuten ziehen zudem zu Rate: die Draufsicht auf den Gelenkkopf (von schräg vorne, Paracoronar).
  • Paraaxial

    ... und die Draufsicht von oben (Paraaxial).
  • Wichtige Strukturen

    Zwischen den Bändern liegt gefäßreiches Weichgewebe (7, dunkelblau). Zusammen werden Bänder und Weichgewebe (5-7) als bilaminäre Zone bezeichnet.

    Zwischen den Strukturen entstehen zwei Gelenkkammern: untere Kammer (8, dunkelpink) und obere Kammer (9, hellpink).

    Alle Strukturen zusammen ermöglichen den am menschlichen Körper einmaligen Vorgang, dass ein Gelenkkopf bei der Bewegung die Gelenkgrube des Schädeldaches verlässt (Translation).

  • Sagittal

    Für eine schnelle Befundung werden Magnetresonanzbilder meist zuerst in einer seitlichen Draufsicht beurteilt (Sagittal).
  • Kiefergelenk: wichtige Strukturen

    Wichtige Strukturen

    Als Orientierungspunkt dient der knöcherne Gehörgang (1, hellblau). Der Gelenkraum wird nach oben begrenzt durch die Schädelbasis (2, gelb).

    Etwa einen Zentimeter vor dem Gehörgang findet man den Gelenkapparat, bestehend aus einem in der Seitendraufsicht eher rundlich geformten Kopf (3, grün).

    Auf ihm liegt der Knorpel (4, rot): vorne und hinten dick, in der Mitte dünn. Er ist mit zwei Bändern nach hinten-oben (5, dunkelrot) und hinten-unten (6, orange) befestigt.

Kiefergelenk: wichtige Strukturen

Gleichzeitig weiß man heute jedoch, dass fast die Hälfte aller Menschen in allen Kulturkreisen unter Problemen des Kauorganes (Craniomandibuläre Dysfunktion) leidet. Patienten aller Altersstufen sind betroffen, auch Kinder - und zwar unabhängig vom Zahnzustand. CMD ist eine Volkskrankheit.

Das heißt, auch bei jedem zweiten Patienten in der Kieferorthopädie wird behandelt, als wäre das Gelenk in Ordnung, obwohl dem nicht so ist.

Am Beispiel der Mittenabweichung des Unterkiefers sei gezeigt, dass die Auffassung unserer Fachgesellschaft berechtigt ist. Viele unterschiedliche Ursachen können im Gelenk schon für ein so scheinbar einfaches Problem mitverantwortlich sein. Nach unserer Auffassung hat jeder Patient ein Anrecht auf Anpassung seiner Behandlung an seine Bedürfnisse. Deshalb untersuchen wir grundsätzlich vor jeder kieferorthopädischen Behandlung das Kauorgan in seiner Gesamtheit.

MSA  
Kiefergelenkuntersuchung

Was sich früher manuelle Funktionsanalyse nannte und beschrieb, wie der Patient in der Lage war seinen Kiefer zu bewegen, ist heute eine elementare Technik, um Störungen oder Fehlstellungen des Unterkiefers und des Kiefergelenks zu ermitteln.

Kiefergelenk MRT (Video)

Termine

nach Vereinbarung

Gemeinschaftspraxis für Kieferorthopädie
Dr. Joachim Weber & Dr. Elisabeth Meyer

Mannheimer Straße 2-4
67071 Ludwigshafen-Oggersheim

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