Sind Zahnextraktionen bei einer kieferorthopädischen Behandlung zwingend erforderlich?

Sehr geehrter Herr Dr. Weber,

ich habe einen fast 13 Jahre alten Sohn mit einem sehr engen Ober- und Unterkiefer.

So eng, dass seine Kieferorthopädin keine andere Möglichkeit sieht, als ihm jeweils oben und unten, links und rechts jeweils einen guten bleibenden Zahn zu ziehen. Mein Sohn hat seit er vier, fünf Jahre alt ist starke Atemprobleme und schläft nachts mit offenem Mund. Was sicher auch dazu beigetragen hat, dass sich die Kiefer nicht so entwickelt haben wie sie sollten.

Außerdem hat er nach den Röntgenbildern, die gemacht wurde, einfach auch sehr große Zähne. Das fällt auch auf, die vorderen Schneidezähne erinnern ein bißchen an „Hasenzähne“.

Mein Sohn kommt gerade in die Pubertät, er ist sehr eitel und der Gedanke an eine Zahnspange bereitet ihm sowieso schon Probleme. Jetzt auch noch das Zähneziehen macht es sicher nicht einfacher.

Meine Frage: Gibt es eine Alternative zum Ziehen? Was würden Sie raten? Und: Welche Folgen hat es, wenn wir nichts machen?

Mit freundlichen Grüßen

P N

Antwort Dr. Weber:

Sehr geehrte Frau N.,

Zwingend erforderlich sind Zahnextraktionen nur noch sehr selten. Allerdings fordert der Erhalt dann manchmal einen wesentlich höheren Aufwand an Zeit und Geduld. Je nach Situation können die unterschiedlichsten Gerätealternativen in Frage kommen, sodass diese ohne individuellen Befund Ihres Sohnes auf diesem Weg schwer einzuschätzen sind.

Ein kleiner Oberkiefer ist als Boden der Nase gelegentlich auch Grund für verengte obere Atemwege. Es kann daher sein, dass durch Erarbeiten von Platz im Oberkiefer sich auch die Atemsituation verbessern könnte.

Viele liebe Grüße
Ihr
Dr. Joachim Weber

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