Was tun, wenn die Kosten für Kieferorthopädie zu hoch sind?

Frage von Frau H.:

Hallo,

ich hatte gestern einen Termin mit meinem Sohn 12 1/2 Jahre beim Kieferorthopäden. Er hat einen leichten Überbiss (4 mm) die Kosten der Spange würde die Krankenkasse nicht übernehmen;

Geschockt hat mich der Preis den ich selber übernehmen müsste, es wären 4000.– Euro…

mir kam der Betrag utopisch hoch vor. Kann das wirklich sein???? Bin alleinerziehend, und der Betrag ist absolut nicht zu stemmen, andererseits möchte ich natürlich auch nichts versäumen. Bin gerade ziemlich ratlos.

Antwort Dr. Weber:

In der Tat hat der Gesetzgeber mit den kieferorthopädischen Richtlinien eine harte Grenze gezogen: erst mit über sechs Millimetern Stufe ist die Krankenkasse zuschussberechtigt. Es gibt jedoch durchaus Chancen mit einfachen Apparaturen auch günstiger zu arbeiten, wenn nur ein Überbiss vorliegt. Meist hat der Überbiss aber auch noch Nebenerscheinungen und für ein gutes Resultat wären umfangreichere Apparaturen nötig.

Wir versuchen in unserer Praxis durch Ratenzahlung eine ordentliche Behandlung dennoch möglich zu machen.
Aber bei allem Kostendruck noch drei Tipps von meiner Seite:

1.) klären Sie zunächst Diagnose und Therapie. Investieren Sie in eine ordentliche Voruntersuchung, damit günstige Behandlungen nicht mehr kaputt machen als helfen.

2.) Beginnen Sie erst, wenn Sie die Behandlung mit Ihren Geräten (inklusive Nachsorge) komplett erklärt bekommen und verstanden haben.

3.) Fragen Sie, ob weitere Kosten entstehen könnten und wenn ja wieviel und wodurch.

Viele liebe Grüße
Ihr
Dr. Joachim Weber

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Gemeinschaftspraxis für Kieferorthopädie
Dr. Joachim Weber & Dr. Elisabeth Meyer

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